Der Revisor
Diese satirische Komödie aus dem Jahr 1836 enthüllt in beißender Weise die Korruption und Inkompetenz der Provinzverwaltung im zaristischen Russland. Die Handlung dreht sich um die falsche Identifikation eines faulen Beamten als geheimer Inspektor, was zu absurden Verwicklungen führt.
Die toten Seelen
Gogols vielleicht bedeutendster Roman (1842) folgt dem listigen Protagonisten Tschitschikw, der durch geschickte Betrügereien Leichen registrierter verstorbener Bauern „kauft“, um damit sozialen Aufstieg zu erlangen. Dieses Werk gilt als tiefe Satire auf die russische Gesellschaft und ihre Werte.
Der Mantel
In dieser kurzen, aber enorm einflussreichen Erzählung wird das Leben eines einfachen Beamten beschrieben, dessen gesamte Existenz sich um den Erwerb eines neuen Mantels dreht – ein Symbol für soziale Identität und menschliche Würde.
Die Nase
Diese groteske Kurzgeschichte erzählt vom absurden Verlust einer Nase, die ein Eigenleben entwickelt – ein Beispiel für Gogols scharfe Beobachtung gesellschaftlicher Rollen und Identität.
Diary of a Madman
In dieser Tagebuchform erzählten Geschichte erlebt der kleine Beamte Poprischin den Abstieg in den Wahnsinn – ein frühes Beispiel für psychologisch tiefgründiges Schreiben, das bis in moderne Literatur hineinwirkt.
Die Nacht vor Weihnachten
Diese Erzählung ist Teil von Gogols Sammlung „Abende auf dem Weiler bei Dikanka“ und spielt in einem ukrainischen Dorf zur Weihnachtszeit. Die Geschichte verwebt slawische Folklore, Humor und Magie: Der Teufel stiehlt den Mond, ein Schmied verliebt sich in eine schöne Bäuerin und reist sogar bis zur Zarin, um ihr Herz zu gewinnen. Gogol gelingt hier ein märchenhafter Ton, der Volksglauben und Fantastik mit scharfsinniger Beobachtung ländlicher Bräuche verbindet. Die Novelle ist bis heute eine beliebte Vorlage für Opern, Filme und Theaterstücke – besonders in der Weihnachtszeit.