Epoche
Moderne
Epoche des radikalen Erzählbruchs (ca. 1890–1950), geprägt von Entfremdung, Sinnkrise und fragmentierter Form.
Definition
Die literarische Moderne (etwa 1890–1950) bezeichnet einen radikalen Bruch mit traditionellen Erzählformen als Reaktion auf die Erschütterungen der Jahrhundertwende, Industrialisierung und Weltkriege. Kennzeichnend sind fragmentierte Erzählstrukturen, innerer Monolog, Bewusstseinsstrom sowie Themen wie Entfremdung und Sinnkrise.
Die Moderne stellt traditionelle Werte, chronologisches Erzählen und eindeutige Bedeutungszuschreibungen grundsätzlich infrage.
Beispiele aus der Weltliteratur
Franz Kafkas Der Prozess und Thomas Manns Der Tod in Venedig zählen zu den zentralen Werken der literarischen Moderne.
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